Linked List #12

wirres.net – “indie war gestern oder umgekehrt”: Felix Schwenzel erklärt ein bisschen was zum Indieweb (Daten aus semi-geschlossenen Social-Plattformen rausziehen) und wie sein Reclaim-Projekt entstand. Damit wollte ich mich ja schon länger mal beschäftigen.

irgendwann fragte mich sascha lobo ob er auch sowas haben könnte und ich habe versucht die scripte die ich zusammengehämmert hatte ein bisschen zu systematissieren und professionalisieren. daraus ist dann das projekt reclaim geworden, ein auf wordpress basierender plugin, mit dem man sich tatsächlich alle seine aktivitäten aus sozialen netzwerken ziehen kann (tweets, facebook- und googleplus-aktivitäten, pins, flickr-bilder, instagramme, youtubevideos, favs und likes) und auf einem/seinen wordpress-blog republizieren kann.

wir konnten plötzlich alles was wir in die silos bliesen durchsuchen, sortieren, archivieren oder darstellen.


Tobias Knobloch über den panischen bis realitätsfernen Blick vieler europäischer Medien auf das Silicon Valley, und wie man Menschen den Mittelweg zwischen Technikphobie und -Euphorie zeigen könnte.


Auf Krautreporter gibts eine Art Zusammenfassung des Buches einer amerikanischen Wissenschaftsjournalistin, die den ganzen Diät-/Gesundheitswahn und gesellschaftliche Körperideale hinterfragt. Ich bin ja kein Mediziner, andere könnten da sicher ein paar Kritikpunkte finden, so im großen und Ganzen finde ich es aber sehr lesenswert.

Der springende Punkt bei Brown ist nicht, dass sie eine endgültige Antwort geben kann. Sie will auch keine Studien widerlegen. Was sie zeigen will, ist, dass die Komplexität dieser Zusammenhänge nicht zu unserem Weltbild gehört. Wir haben ein sehr einfaches Bild: Fett ist schlecht. Jeder sollte abnehmen, bis er sein Normalgewicht hat. Dass dieser Normbereich quasi willkürlich definiert ist – geschenkt. Dass wir nicht wissen, ob Fett wirklich krank macht – egal.


Das gerade vorgestellte Apple Music wird ja als etwas schwacher Vorstoss auf den Streamingmarkt gewertet. Dabei wird entweder nur die Präsentation kritisiert (mMn. egal, die potentielle Nutzerin interessiert das nicht) oder es wird ein Feature-Vergleich mit Spotify angestellt. Beides ist eher uninteressant. Hier ein paar Gedanken:

  1. Streaming ist ein gutes Geschäft – für die Plattenfirmen. Apple Music wird jetzt drei Monate für jede Apple-Kundin gratis sein, ohne extra Anmeldung oder Installation (!) und danach wird es nur gegen 10$/Monat verfügbar sein. Ohne gratis, werbefinanzierte Version. Das wird sich auswirken.
  2. Streaming ist ein schlechtes Geschäft – für den Plattformbetreiber. Ich wage hier mal eine Voraussage und behaupte, dass sich Spotify bis Ende 2016 einen Käufer suchen wird.
  3. Apple wusste, welche Leute sie anheuern mussten, um eine starke Verbindung zur Musikindustrie aufzubauen. Neben Jimmy Iovine, Dr. Dre und Trent Reznor (alle Ex-Beats) hat man sich in Cupertino drei relative bekannte Radio-DJs geholt, die den hauseigenen “Beats 1″-Sender 24/7 bespielen. Diese Leute genießen schon Vertrauen und Popularität, sie bringen eine eigene Fanbasis mit 1. Beats 1 ist auch gratis ohne Abo verfügbar, wird also weiter zur Konversion beitragen.

Wo ich bei der WWDC bin: Apple News wird auch noch interessant. Passend dazu lässt Apple jetzt auch Adblocker im iOS-Safari zu. Google so: Autsch.
Lesenswert dazu Nilay Patel.

Apple can integrate News ever more tightly into the iPhone, and it’ll be great for consumers, because no one at Apple ever has to balance the overall user experience against the desire to increase revenue or make money or do anything other than sell more iPhones.


  1. Zane Lowe: Lässige 600k Follower auf Twitter.