Martin Schmidler



Technologie, Politik, Gesellschaft, Musik, Gedanken.


Why I won’t stop using Path

I love Path. Primarily because of its mindblowingly beautiful design but also because of the idea behind it: A social network, only for your close friends and family. I would never add a single person to Path that I don’t fully trust (and I haven’t, so far).

Yesterday some developer guy discovered, that the app sends the users complete address-book to Paths servers. Path does this in order to notify you when somebody you know joins the service. Sounds okay, right? The problem is: This feature isn’t opt-in from the start. And to make matters even worse Path doesn’t encrypt any of that data. Result: Huge PR blow. Lots of people getting angry, stating they are going to quit the service. I think that’s ridiculous.

First of, Path is not the first app that does uploads the users address-book. And it isn’t the first service that violates privacy laws as a result (right, Zuck?). The fact that Path wants to be your most intimate of all the social networks popping up makes for a bad impression, without a question. But let’s look at how the company handled the criticism.

“We actually think this is an important conversation and take this very seriously. We upload the address book to our servers in order to help the user find and connect to their friends and family on Path quickly and effeciently as well as to notify them when friends and family join Path. Nothing more.

We believe that this type of friend finding & matching is important to the industry and that it is important that users clearly understand it, so we proactively rolled out an opt-in for this on our Android client a few weeks ago and are rolling out the opt-in for this in 2.0.6 of our iOS Client, pending App Store approval.”

To summarize:

  1. The CEO himself commented on the developers blogpost. Just great. I wish every company was that open and quick when dealing with such issues.
  2. They realized the problem with this feature before the blogpost went up. If the developer had tried this one or two weeks later this whole thing wouldn’t have happened in the first place.
  3. At the moment it doesn’t seem that Path wants to make money from their users’ data directly. Instead they focus on in-app purchases.

I don’t see why I should quit using an app I’ve come to love and I really hope it continues to grow hugely.

[Update] Dave Morin, CEO of Path, wrote a blogpost in which he apologized. He also said that “as a clear signal of our commitment to your privacy, we’ve deleted the entire collection of user uploaded contact information from our servers”. Hey Facebook, how about you take a page from Paths book?

Leseliste KW5

Image (CC) by Chris Tong: http://www.flickr.com/photos/chriszilla/6631215607/

Politik & Gesellschaft:

  • Es fehlt an politischer Bildung in Österreichs Schulen, meint Thomas Hellmuth von der Uni Salzburg. Ich könnte nicht mehr zustimmen.
  • Strache und die Demokratie – Alexander Polak fordert in der Presse “eine oder zwei instabile Übergangsregierungen, um zu einer echten Neuordnung des politischen Systems in Österreich zu kommen”. Lesenswert.
  • Newt Gingrich wird nach dem Verlust in Florida bereits für tot erklärt.

Technologie & Medien

Unterhaltsames

Was habe ich Eurer Meinung nach vergessen? Sagt es mir in einem Kommentar.

Barcamp Linz: Bitte bald wieder

Gestern nahm ich das erste Mal an einem BarCamp teil, konkret an dem 1. Barcamp in Linz. Kurz zur Erklärung: Ein Barcamp ist eine sogenannte “Unkonferenz”, eine Veranstaltung, deren Programm spontan und ohne Themenbegrenzung zu Beginn zusammengestellt wird. Außerdem gibt es keine Unterscheidung zwischen Publikum und Vortragenden – jedeR Einzelne soll sich aktiv beteiligen.

Der grobe thematische Rahmen bestand aus den Bereichen Digitale Gemeingüter, Gesellschaft vernetzen und Webtechnologien. Für mich als politisch Interessierten war natürlich vor allem der zweite Themenbereich spannend; angeregte Diskussionen fanden sich u.a. rund um Medienpädagogik und Formen der Bürgerbeteiligung, die durch neue Medien1 ermöglicht werden. Einige Bemerkungen:

  • Die Organisation war im Großen und Ganzen sehr gut. Mittagessen, Getränke, Kaffee und Mehlspeisen und vor allem funktionierendes (!) Internet – alles war vorhanden :)
  • Im Nachhinein bereue ich keine Session vorbereitet zu haben. Für das nächste Mal weiß ich: Es geht nicht um Vorträge auf akademischem Niveau, sondern Ideen und Erfahrungen, die man öffentlich präsentieren und zur Diskussion stellen möchte. Die ungezwungene Stimmung trägt dazu maßgeblich bei.
  • Die Idee beim nächsten Mal ein zweitägiges Barcamp zu veranstalten kann ich nur unterstützen.

Fazit: Geniale Idee, tolle Umsetzung, sehr nette Menschen kennengelernt. Bitte bald wieder.

Mehr Informationen und Terminankündigungen findet man übrigens unter barcamp.at. Eine ganze Reihe an Fotos von gestern findet man hier.

Leseliste KW4

Image (CC) by Chris Tong: http://www.flickr.com/photos/chriszilla/6631215607/

Politik & Gesellschaft:

Technologie & Wissenschaft:

Und hier noch die vielleicht schönste ToDo-App überhaupt:

 

Was habe ich Eurer Meinung nach vergessen? Sagt es mir in einem Kommentar.

Nokia Lumia 800 im Test: Hardware und Kamera

Nokia Österreich hat mir Ende Dezember ein Lumia 800 mit Windows Phone 7 zum Test zur Verfügung gestellt und ich durfte es für einige Wochen ausprobieren. Hier ein paar Eindrücke und meine Einschätzung, ob Nokia ein würdiger iPhone-Konkurrent gelungen ist. Teil 2 mit einem Detailtest des Betriebssystems und der Apps sowie meinem Schlussresumee folgt in den nächsten Tagen.

Hardware

Als erklärter Liebhaber Ive‘scher Designwerke – d.h. alles mit Apfel-Logo – haut mich inzwischen selten etwas vom Hocker. Wenn es irgend ein anderes Gadget dann doch schafft – Hut ab. Das Lumia 800 besteht aus einem Polycarbonat-Unibody und fühlt sich, auch wenn es rein technisch gesehen aus Kunststoff besteht, wirklich hochwertig an. Sehr schön auch die abgerundeten Kanten links und rechts, gut auch das Gewicht (ich mag zu leichte Smartphones nicht wirklich). Bezüglich Farbe sieht das rein schwarze Modell etwas fad aus, ich persönlich würde zum blauen greifen. Schade, dass es das Lumia 800 nicht in weiß gibt (im Gegensatz zu seinem quasi-Vorgänger Nokia N9, auf dem das Design des Lumia basiert).

Das Display ist mit 3,7″ etwas größer als jenes vom iPhone (3,5″) und besticht vor allem durch satte Schwarztöne, was sich bei den schwarzen Hintergründen von Windows Phone 7 positiv bemerkbar macht und auch unter Tageslicht ist das Display noch gut lesbar. Bedeckt wird das Display von einem kratzfesten “Gorilla Glass”, dessen leichten Rundung auch bei der alltäglichen Benutzung positiv auffällt. Die Auflösung entspricht mit 800×480 Pixeln dem Standard der meisten aktuellen Smartphones, wenn man längere Texte liest merkt man den Unterschied zum Retina-Display dann aber doch.

Unter dem Display finden sich drei kapazitive, d.h. berührungsempfindliche, Tasten, die in der Bedienung einfach und schnell funktionieren.

  • Zurück bringt einen immer zur zuletzt aufgerufenen Seite/App zurück, drücken und halten ruft die Ansicht zum Multitasking auf
  • Start ruft logischerweise den Start-Bildschirm auf; drücken und halten aktiviert die Sprachsteuerung
  • und die Suchen Taste bringt einen zur Bing-Suche.

Der Standby bzw. Lock-Button auf der rechten Seite hat mich anfangs etwas irritiert, nach ein paar Tagen hat man sich aber schnell daran gewöhnt. Etwas schwammig sind die Lautstärketasten, aber sie erfüllen ihren Dienst. Die Micro-SIM kann man im Gegensatz zum iPhone ohne Werkzeug einsetzen, der Micro-USB Anschluss zum Laden und Synchronisieren verbirgt sich unter einer kleinen Klappe. Eine Besonderheit aller Windows Phones ist die extra Kamerataste zum auslösen. Extrem praktisch dabei: Auch bei gesperrtem Gerät kommt man damit schnell in die Kamera-App.

Insgesamt ein extrem schönes Gerät, dass in puncto Design und Verarbeitungsqualität absolut mit dem iPhone mithalten kann.

Kamera

Die Kamera bietet 8 Megapixel und einen LED-Blitz. Die Fotos sind im Großen und Ganzen sehr gut, aber leider nicht ganz so gut wie die des kalifornischen Mitbewerbers. Vor allem wenn weniger Licht vorhanden ist kommt die Kamera gegenüber der des iPhone 4 etwas ins hintertreffen (inzwischen ist die Messlatte mit dem iPhone 4S noch etwas höher). Auch feine Details sehen meiner Meinung nach trotz geringerer Auflösung (5MP vs. 8MP des Lumia) bei Apple besser aus. Auffallend ist auch ein leichter rosa-Stich bei manchen Fotos. Deutlich besser hat die Kamera in meinem Low-Light Test mit aktiviertem Blitz abgeschnitten (letztes Foto).

Summa summarum: Hat man genügend Licht und keine zu großen Kontraste (also Schatten und Gegenlicht) liefert das Lumia 800 tolle Fotos.

Hinweis: Keines der Fotos wurde nachbearbeitet. Am iPhone war HDR aktiviert (Ausnahme letztes Foto), am Lumia habe ich den Weißabgleich und die Szenen-Funktion benutzt um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.